Herzlich willkommen

und vielleicht auch gleich schon wieder

 

Auf Wiedersehen,

 

denn die ab 1996 erschienene Vierteljahresschrift „Yoga und ganzheitliche Gesundheit“, 24 Seiten voll kompakter Informationen und ganz ohne Werbung, ist nach dem Heft Nr. 86 im Juni dieses Jahres eingestellt worden.

 

Klicken Sie sich aber bitte nicht gleich wieder weg. Die Rubrik "Bisherige Themen" zeigt an, was in "Yoga und ganzheitliche Gesundheit" schwerpunktmäßig alles behandelt wurde. Auch wenn viele der Artikel schon viele Jahre alt sind, haben sie  an Aktualität eher gewonnen als verloren. Denn weder Einzelne noch unsere Gesellschaft insgesamt sind seither gesünder geworden. Im Gegenteil. Psychische, mann kann auch sagen emotional oder geistig bedingte Krankheiten wie Depression, Burn-out, Borderline, Angst- und Panik-Attacken haben zugenommen.

 

Richtig verstandener und in den Alltag Schritt für Schritt integrierter klassischer Yoga kann bei unterschiedlichsten Problemen und Krankheiten helfen, weil er an der Wurzel ansetzt, statt sich mit einzelnen Symptomen aufzuhalten. Das ist aber nicht von heute auf morgen und nur durch ein paar schöne Worte zu erreichen.

 

Was man selbst tun kann, um gesünder, vitaler, lebensfroher und selbstverantwortlicher zu werden, wird immer wieder in den Heften unter vielen Aspekten - Körper, Lebensstil, geistige und leibliche Ernährung, Arbeitseinstellung, Konzentration, Gesellschaft, mitmenschliche Beziehungen und mehr - behandelt. Und natürlich werden auch Übungen vorgestellt und erklärt, d.h.  Asanas, Pranayamas, Kriyas und anderes. Fragen zum besseren Verständnis eines sehr wichtigen Grundlagenwerks des klassischen Yoga, d.h. dem "Yoga Sutra" des Patanjali. werden ebenfalls regelmäßig von Dr. Jayadeva Yogendra beantwortet. Hinzu kommen gelegentlich Interviews sowie Reiseberichte aus sehr persönlicher Sicht über Mumbai (früher Bombay), Dharamsala, Kalkutta, Igatpuri, Ladakh, Teheran, Kathmandu und Rumänien.

 

Gebracht werden außerdem sehr oft Zitate aus vielen Quellen in allen Ecken der Welt zu verschiedenen Zeiten. Sie sollen verdeutlichen, wie universal Fragen über das Leben und die darauf gefundenen Antworten sind. Bei aller Unterschiedlichkeit der Kulturen, Religionen, Zeiten und Lebensumstände gleichen sich Fragen und Antworten je mehr, desto näher man dem Kern - statt nur der sichtbaren Oberfläche - kommt. Und das ist ja auch das letztendliche Ziel des klassischen Yoga: zum eigenen Kern zu kommen; sich selbst zu verstehen; sein begrenztes Ego, das oft einsam und isoliert macht und zu Ängsten neigt, zu überschreiten und sich so letztendlich zu "verwirklichen". Doch das ist ein langer Weg.

 

Viele der Artikel sind Erstübersetzungen aus der Monatsschrift "Yoga and Total Health". Diese wird herausgegeben (unter anderem Titel seit 1933) von dem 1918 von Shri Yogendraji (1897-1989) gegründeten "The Yoga Institute" in Mumbai. Die Artikel stammen meist aus indischer Feder sowie von internationalen Schülern des Instituts. Hinzu kommen die Artikel der Herausgeberin Hella Naura, die sich gezielter an deutsche Leser und Leserinnen in unseren Lebensumständen hier richten.

 

Ein Klick auf "Sonderpreis" zeigt Ihnen, wie leicht und günstig Sie an viel, viel nützliches Wissen kommen können. Unter "Yoga-Arbeiten" finden Sie noch mehr Lesestoff.

 

Verpflichtet und auf immer dankbar für mehr Rundum-Gesundheit, mehr intellektuellen Durchblick, mehr Geduld und mehr Lebensfreude ist die Herausgeberin ihrem Lehrer, Dr. Jayadeva Yogendra (geb. 1929), der ihr seit 1975 bekannt ist. Er ist der Sohn von Shri Yogendraji und "Mother" Sita Devi (1912-2008), Pionierin des "modernen" Yoga für Frauen. Er kommt in "Yoga und ganzheitliche Gesundheit" regelmäßig zu Wort.   

 

 

 

"Bete nicht um mehr Butter auf deinem Brot,

sondern um die Stärke, sie dir zu verdienen."

 

"Der Mensch ist das, was sein Chitta (in etwa "Persönlichkeits-Komplex" oder "Denk-und-Fühlorgan") ist."

(Shri Yogendraji)

 

 

"Gesundheit gilt im Yoga - positiv ausgedrückt - als sprudelnde Vitalität

und - negativ ausgedrückt - als Freiheit von allen Krankheiten."

(Sita Devi Yogendra)

 

 

"Es ist harte Arbeit, sich so zu verändern,

dass man die anderen liebt. Und es ist so leicht,

wenn man am anderen Ufer angekommen ist."

(Dr. Jayadeva Yogendra)

 

 

"Frage: Ist es wichtig, beim Üben den Atem anzuhalten?

Antwort: Asana-Praktizierende sollten sich langsam dem Statischen

annähern, sowohl beim Einhalten von Körperstellungen

wie auch bei der Atmung. Atembeherrschung führt zu mehr

Stetigkeit und innerer Ruhe und ist eine gute Grundlage für Meditation."

(Hansaji Yogendra)

 

 

 

Seit dem 16. Februar strahlt ein Licht weniger auf dieser Erde.

Dr. Jayadeva Yogendra (1929 - 2018) ist körperlich nicht mehr. Doch sein Einfluss zum Besseren wirkt weiter in den Vielen, die von ihm lernten oder nur Rat bei ihm  suchten und befolgten.

 

"Kannst du nicht Stern am Himmel sein, sei Lampe im Haus."

So lautet ein arabisches Sprichwort. In unserer Zeit wird durch die Medien im weitesten Sinne suggeriert, dass man ein Star (englisch Stern) oder zumindest ein Winner werden muss, weil man sonst ein Nichts, ein Loser ist. Dadurch wird der Wert und die Wichtigkeit der kleineren Lampen im Haus übersehen. Doch in einem dunklen Haus, in dem es zu selten leuchtet und strahlt, haben es Partnerschaften, Ehen und heran wachsende Kinder schwer, gut zu gedeihen. Sorgen wir also - jeder an seinem Platz - für mehr Licht.

Je mehr Licht, desto weniger Düsternis und Unfriede.   

 

Fortsetzung am 14.4.2018:

"Sorgen wir also - jeder an seinem Platz - für mehr Licht.", wie  oben geschrieben ist gut und schön, aber vielleicht nicht realistisch. Man kann sich selbst ja nicht wie eine Stehlampe anknipsen. Erst einmal in sich selbst für mehr Helligkeit zu sorgen, um davon vielleicht auch etwas nach außen abgeben zu können, kann nicht auf bloßen Wunsch und guten Willen hin geschehen. Man braucht - außer wenn einem vielleicht schon alles in die Wiege gelegt und durch die Muttermilch mitgegeben wurde - Geduld, Ausdauer und Orientierung (damit man seine Kraft nicht für etwas einsetzt, was letzten Endes doch nichts bringt). "Yoga und ganzheitliche Gesundheit" hat sich über 20 Jahre lang bemüht, mehr von dieser Orientierung in Verbingung mit hilfreichen Techniken zu verbreiten, aber nach der sehr kleinen Abonnentenzahl zu urteilen mit sehr wenig Erfolg. Es hat wohl nicht interessiert oder überzeugt.

 

Die Ernte, die man erwarten darf, hängt von der ausgestreuten Saat ab. Und Unkraut gedeiht immer besser und stärker als Kulturpflanzen, wenn sich alles selbst überlassen bleibt. Mit Saat meine ich das, was durch Fernsehen, Zeitschriften, Berichterstattung, Werbung, Marketingstrategien, Moden, Internet, manche Lebenshilfe-Ratgeber-Literatur etc. seit Jahren in Köpfe  ausgestreut worden ist. Meiner Meinung nach viel Unkraut. das jetzt wuchert. Dazu gehört auch, dass angeblich alles ganz einfach, schnell, bequem, spielerisch, locker, spannend etc. sein muss oder  sich alles mit genügend Geld kaufen lässt - sogar Gesundheit oder Freude. Auch ein Studium neben Berufsarbeit oder verantwortungsvolle Kindererziehung neben Aufstieg auf der Karriereleiter müssten laut Werbung und Suggestion leicht hinzukriegen sein. Auch eine Fremdsprache lernt man angeblich ganz nebenbei, ohne Vokabellernen und auf unterhaltsame Weise, wenn man nur die neueste, wissenschaftlich erwiesene, auf neurologischer Forschung beruhende Methode kennt und kauft. Bei so viel Unkraut, d.h. so viel Lüge, verdrehter Sicht und falschen Erwartungen haben Kulturpflänzchen, die nun mal ein gewisses Maß an Sorgfalt und Pflege brauchen um zu gedeihen, schlechte Chancen. Das weiß jeder Gärtner. Und die meisten machen sich gerne die Mühe, denn das Ergebnis bringt ihnen Freude.  Aber viele andere scheinen es nicht zu wissen oder wollen es vielleicht nicht wissen.

 

Doch zur Zeit haben wir Frühling und trotz nicht so schönen Wetters blüht es wenigstens in den Schrebergärten in der Nähe. Das erfreut  das Herz - nicht nur das der Gärtner, die die Arbeit und Mühe hatten, sondern auch das aller Vorübergehenden - sofern sie den Kopf frei genug haben, um die Schönheit zu bemerken.