15.Jahrgang, Nr.60, erscheint 1/4-jährlich, Jahresabo 20,- €, (Ausland 25,- €) ISSN 1430-3345
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Leseproben aus Nr. 60:

EIN YOGI SPRICHT:

MAN kann über Probleme im Leben klagen. Es gibt so viele. Dauernd erscheint ein neues. Nie sind wir frei von Problemen. Wenn man dann aber ein Problem gelöst hat, dann fragt man sich, worin es überhaupt bestanden hat! Dann fühlt man sich stark genug, um mit jedem Problem fertig zu werden.

   Yogis wie Madhavadasji hatten keinerlei Probleme im Kopf, wenn sie sich abends schlafen legten. Situationen tauchen auf, immer wieder neue. Für eine Weile mag eine bestimmte Kombination von verschiedenen Ereignissen uns bedrohlich erscheinen. Aber wenn man weiß und daran glaubt, dass nichts permanent ist und alles sich verändert, dann lösen sich Ängste von selbst auf.

   Was wird passieren, wenn mein Bruder nicht mehr da ist, um mir zu helfen, oder wenn mein Vater, der das Geschäft aufgebaut hat, nicht mehr lebt? Aber selbst wenn Bruder und Vater nicht mehr da sind, geht das Leben doch weiter.

   Die Natur will, dass der Prozess weiter geht, selbst wenn einige Bestandteile fehlen. Wir sollten es lernen, der Natur zu vertrauen und uns ihr zu überlasse, und unsere Pflichten aufrichtig zu erfüllen.

                                                                                                                                         (Dr. Jayadeva Yogendra) 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,


vor einiger Zeit fragte ein Yogalehrer, ob ich mit meinen 70 Jahren noch Asanas ausführen könne. Wenn in diesem Heft einmal zu lesen war, dass Gelenkigkeit nichts mit dem Alter zu tun zu haben braucht, so war dass aus Beobachtung sowie aus eigener Erfahrung gesagt. Für Ungläubige habe ich mich selbst auf das Titelblatt gesetzt. Bei Hastapadasana sind die Arme anzuwinkeln und die Beine durchzudrücken.

   In diesem Heft geht es auch um Werte. Werte… das ist etwas, was einem eben viel wert ist; etwas, was man als Richtschnur für sein Leben übernimmt, was man hochhält und vielleicht schützen und verteidigen möchte. Ein Wert des klassischen Yoga  ist: Sich selbst und das Leben besser verstehen lernen; über sich selbst nicht nur nachdenken, sondern sich selbst im Innersten erfahren; unterscheiden lernen zwischen dem, was auf Dauer wertlos und was wertvoll ist. Damit stellen sich auch mehr Konzentration und Gesundheit als Nebenerscheinungen mit ein.

   Aber was soll man genau tun? Am praktischen Alltagsleben führt kein Weg vorbei. Erst wenn man sich dem gestellt, sich mit seinen Problemen herum geschlagen und seine Freuden und Leiden erfahren hat, ohne dass man dabei seine Werte aus den Augen verloren oder aus anderen Gründen (es seien denn neue Einsichten) aufgegeben hat, erst dann gilt wohl, was im Yoga Sutra  gleich im ersten Kapitel behandelt wird. Dort heißt es für die besten Lernenden, d.h. für die, die Yoga in seiner letztendlichen klassischen Definition von „Yoga ist die Stilllegung der mental-psychisch-geistigen Modifikationen“ anstreben, wie folgt: „Die Stillegung (der citta vrttis) erreicht man durch Übung = Ausdauer (abhyasa) und Leidenschaftslosigkeit = Nicht-Verhaftung (vairagya).“ (Sutren I, 2 und 12)  

   Wohl nur die, die den Yoga-Weg schon so weit gegangen sind, können unerschütterlich durch äußere Schwierigkeiten und frei von inneren emotionalen Stürmen ungestört immer weiter üben, und zwar im Sinne des Sutra I,13: „Die Bemühung, dort (= in der Stillegung beständig) zu verweilen ist Übung (abhyasa).“ Es geht hier also nicht um die Übung von Asanas, Pranayama und Kriyas, sondern man übt sich ständig und in erster Linie darin, möglichst viel Ruhe in seinem Inneren einkehren zu lassen, auch während man mit allem möglichen beschäftigt ist. Je provozierender, ablenkender oder sonst wie ungünstiger die Umgebung ist, desto schwieriger ist das natürlich. Eben deshalb sind wichtige Werte im Yoga auch Geduld und Hingabe an das, was man tut. 

   Als Grundlage einer klassischen Yoga-Praxis für die, die sich noch nicht ausdauernd und unerschütterlich allein dieser „Stillegung“ hingeben können oder wollen, wird im zweiten Kapitel eine ganze Reihe von Werten genannt. Es sind dies die Yamas und Niyamas.  Einer der Yamas ist Satya, d.h. Wahrhaftigkeit. Sie gilt in jeder spirituellen Disziplin, in jeder Kultur oder Religion, ob in West oder Ost als hoher Wert. Mit ihr beschäftigen sich einige Artikel dieses Heftes.

 

                                                                                                                                                   Hella Naura

 

Was ist Glück ?

S. G. Guy

 
ES scheint, dass wir zu oft über die Gegenwart und die vor uns liegenden Pflichten und Verantwortlichkeiten hinaus in die ferne Zukunft blicken und hohe Ideen und Ideale aufschnappen. Das Morgen ist unsere Priorität. Wir fantasieren darüber, wie wunderbar das Leben sein wird, wenn… Wir verpassen das Jetzt. Wir bringen uns um das Glück, voll in der Gegenwart zu sein. Wir bringen den Tag um, indem wir im Morgen leben.

 
   Was ist diese Sache, die wir Glück nennen? Wir haben schon so viel getan, um es zu fassen zu bekommen. Wir haben in allen Ecken und Winkeln danach gesucht. Doch unsere Hände blieben leer. Wir haben von Macht, Reichtum, Berühmtheit und aufregenden Abenteuern geträumt, nur um festzustellen, dass etwas in unserem Leben fehlt.

 
   Santosha ist das Wort aus dem Sanskrit und aus dem Yoga Sutra des Patanjali, und es wird übersetzt mit Zufriedenheit. Zufriedenheit ist den meisten von uns unbekannt, nicht als Wort, sondern als Erfahrung. Können wir uns vorstellen, uns in jedem Moment wohl zu fühlen, ganz gleich, was dieser Moment bringt? Können wir froh sein, wenn wir auf die Forderungen des Lebens jederzeit antworten? Können wir akzeptieren, was jeder Tag uns an Geschenken sowie unerwarteten Veränderungen bringt? Wie wäre wohl das Leben, wenn wir Hand in Hand mit der Zufriedenheit lebten?

 
   Ein älterer Mann, der ein volles und aktives Leben geführt hatte, erlebte, wie die Flut des Lebens sich zurückzog. Er war immer unabhängig und tüchtig gewesen und ein harter Arbeiter. Jetzt bekam er Arthritis, seine Augen wurden schwach, er hörte nicht mehr gut und konnte nur noch ein wenig auf Krücken gehen. Er wollte immer noch TUN, doch sein Körper zog nicht mehr mit. Früher war er ein Beispiel für Unzufriedenheit gewesen, den es von einer Leistung zur nächsten getrieben hatte. Unter Zufriedenheit hatte er sich nichts vorstellen können.

 
   Dann kam der Schlaganfall. Jetzt wurden ein Rollstuhl und eine Vorrichtung, ihn aus dem Bett in den Stuhl zu heben zu einem neuen Lebensgefühl. Nur Arm und Hand rechts gehorchten noch. Doch sein Geist war stark und klar geblieben. Monate vergingen, und er richtete sich darin ein, bedient zu werden und völlig abhängig von anderen Menschen zu sein.

 
   Zur großen Überraschung aller, die ihn lange kannten, blühte jetzt Zufriedenheit in ihm auf. Er konnte seinen Alltag akzeptieren, so wie er war. Und er würdigte, was andere für ihn taten. Zum ersten Mal in seinem Leben sagte er „Danke“ und fühlte sich echt dankbar. Er wurde zufrieden. Der Schleifstein des Lebens hatte eine ruhige Art von Glück erzeugt. Er konnte das, was ist, akzeptieren.

 
   Mögen wir nicht warten, bis unsere kostbaren Jahre vergangen sind. Mögen wir uns selbst schon früher studieren und erkennen, wie es mit unserer Zufriedenheit bestellt ist. Mögen wir jede Bemühung unternehmen, um zufrieden zu werden. Jetzt.

 

Mula Bandha 

Shri Yogendraji

 
WENN man einfach irgend einem Yogalehrer folgt, so kann das unter Umständen zur Verwirrung führen Der Grund ist dieser: erstens sind die alten Yogatexte oft rätselhaft und geben keine Einzelheiten an, und zweitens haben Yogalehrer von ihren Vorgängern unterschiedliche Techniken geerbt. Es ist bislang ist noch nicht alles auf der Grundlage von allgemeiner Übereinstimmung der Texte und der durch verschiedene Traditionen fortgereichten Techniken standardisiert worden.

 
    Doch The Yoga Institute hat schon viele Übungen des wissenschaftlichen Yoga standardisiert, und zwar auf der Grundlage von alten Texten und Traditionen, aber auch Laborbefunden und klinischen wie psychischen Erfahrungen.

 
   Bei Mangel an richtiger Literatur und praktischer Anleitung können sich Praktizierende sehr schaden, falls sie unauthentischen Schriften folgen oder Anweisungen von Pseudoyogis bekommen.

 
   Dazu schreibt uns Br. S.L. Sharma aus Simla: „Leider gibt es in der modernen Zeit nur wenige praktische Lehrer, und jene die aufrichtig für die Sache des Yoga arbeiten, werden behindert. Meine letzteren Worte beziehen sich in toto auf Ihr Pionier-Institut.“  

 
   Weiter schreibt er: „Ehrwürdiger Guruji, in Ihrer Zeitschrift beschreiben Sie Mulabandha und sagen, dass man die Fersen wie in Hathasiddhasana halten solle, abwechselnd rechts und links und sie fest gegen den Damm drücken solle, besonders in der Mitte des Muskels gluteus maximus. Dann solle man den Schließmuskel innen wie außen kontrahieren (zusammen ziehen). Dies wäre Mulabandha. Darf ich Sie ergebenst fragen, auf welche Weise man den Schließmuskel zusammen zieht?

 
    Weiter wüsste ich gerne, ob die wellenartigen Kontraktionen und Expansionen vorwärts (Kontraktion), rückwärts (Entspannung) und wieder vorwärts wie in Mudra die analen und urogenitalen Muskeln des gesamten Kreuzbeinbereiches betreffen oder nur die des Damms? Vor kurzem versuchte ich diesen Bandha nach einem Buch zu üben, das wohl ein billiger Yoga-Verkäufer geschrieben hat, denn ich bekam große Schwierigkeiten. Ich zog, wie empfohlen, den Anus hoch und versuchte dann, Asvini Mudra auszuführen, indem ich ihn mit Kraft wieder nach unten drückte. Das Ergebnis war, dass ich nach einigen Tagen schwere Bauchschmerzen und anschließend Durchfall bekam. Ich bitte Sie um Ihre wertvolle Beratung in dieser Angelegenheit.“ Soweit der Brief.

 
   Obgleich diese beiden Übungen aus dem Hathayoga sich äußerlich ähneln, bestehen doch bestimmte wesentliche und technische Unterschiede. Diese müssen verstanden werden, wenn man den vollsten Nutzen aus beiden Übungen ziehen möchte:

 
   Die muskulären Kontraktionen und Expansionen oder Ausdehnungen oder genauer Entspannungen (weil eine maximale Expansion eines Muskels nur im entspannten Zustand erfolgt) betreffen sowohl Mulabandha wie Asvinimudra.   Mulabandha ist jedoch statisch, während Asvinimudra dynamisch ausgeführt wird.

 
   Zweitens bezieht sich Mulabandha auf die gesamte Gesäßmuskulatur; Asvinimudra jedoch nur auf den Bereich des Damms. Der physiologische Zweck von Mulabandha besteht darin, die Beckenorgane der Ausscheidung zu beüben, zu entwickeln und zu beherrschen, während durch Asvinimudra die Sexualorgane beübt, entwickelt und beherrscht werden sollen.

 
   Das psychische Ziel beider Übungen ist dasselbe, und zwar sollen die afferenten (zuführenden) Nervenimpulse so beeinflusst werden, dass man in kleinen Schritten das Potential an Bioenergie (Kundalini) weckt. In beiden Fällen ist es jedoch notwendig, dass die Kontraktionen und Entspannungen abgestuft werden, erstens von leicht zu tief, zweitens von innen nach außen und drittens von den nächsten bis zu den entferntesten Körperstellen. Die Übungen bringen mehr Erfolg, wenn sie mit Ideodynamismen koordiniert werden. Wenn es dem Lernenden am meisten um das psychische Ziel und geht, dann muss er in absoluter Abgeschiedenheit üben. Der Magen muss leer und die Eingeweide müssen sauber sein. Man atme natürlich durch und übe abends.

(Da Männer und Frauen sich anatomisch im Unterleib sehr unterscheiden, muss offen bleiben, wie weit diese Worte auch auf Frauen zutreffen. Mir ist kein Hinweis in dieser Richtung bekannt. Anmkg.d.Red.)

 

(Aus„Yoga“,Sept./Okt.1935, Zusammenfassung: Dilip Tralshawallah)

 

 

Yoni (Damm) mit der Ferse drückend, kontrahiere den Anus hoch. Indem man so Apana zieht, wird Mula Bandha ausgeführt.

 Apana mit der natürlichen Neigung nach unten wird durch Gewalt veranlasst, hoch zu steigen. Von diesem Mula Bandha sagen Yogis, dass er durch Kontraktion des Anus ausgeführt wird.

 Die Ferse gut gegen den Anus drückend, ziehe die Luft durch Gewalt immer wieder hoch, bis sie (die Luft) steigt.

 Prana, Apana, Nada und Bindu vereinigen sich auf diese Weise und führen unzweifelhaft zu Erfolg im Yoga.

 Durch die Reinigung von Prana und Apana, verringern sich Urin und Exkremente. Sogar ein alter Mann wird wieder jung, wenn er beständig Mula Bandha praktiziert.

 
Hathayogapradipika,

Kapitel III, 60 - 64

 

  

 

Ein Wert, der jeden Menschen angeht:

Die Bewahrung der Erde, die die Lebensgrundlage aller Menschen ist!

 

Herbst 2010: Einige Dörfer in Ungarn sind von giftigem Schlamm bedeckt. Er dringt in die Erde und ins Grundwasser und fließt in die Donau. Er tötet tierisches und menschliches Leben. Irgendwo ist wieder ein Tanker undicht geworden. Vergiftendes Rohöl fließt ins Meer. Fische sterben. Taifune, Erdbeben, Überschwemmungen und Waldbrände weltweit liegen gerade wieder hinter uns.

 
Da ist es wieder einmal Zeit, an eine Botschaft der Indianer aus dem Jahr 1855 zu erinnern. Sie wurde dadurch ausgelöst, dass Weiße sich einen Spaß daraus machten, aus fahrenden Zügen auf Büffel zu schießen. Andere wieder schossen nicht aus kindischer neugieriger Grausamkeit, sondern aus der eiskalten Berechnung heraus, die Lebensgrundlage – Tiere – der Indianer zu zerstören. Die Botschaft galt dem damaligen Präsidenten der USA und wurde verfasst von Häuptling Seattle:

 
 
„Was immer den Tieren geschieht – geschieht bald auch den Menschen. Alle Dinge sind miteinander verbunden. Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne der Erde. Wenn Menschen auf die Erde spucken, bespeien sie sich selbst. Denn das wissen wir: die Erde gehört nicht den Menschen; der Mensch gehört zur Erde – das wissen wir. Alles ist miteinander verbunden, wie das Blut, das eine Familie vereint. Alles ist verbunden. Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne der Erde. Der Mensch schuf nicht das Gewebe des Lebens; er ist darin nur eine Faser. Was immer Ihr dem Gewebe antut, das tut Ihr Euch selbst an.“

 
(Häuptling Seattle)

Der obige Text hat gerade neue Aktualität gewonnen: Giftiges Dioxin ist in Futtermitteln entdeckt worden. "Was immer den Tieren geschieht - geschieht bald auch den Menschen." Nun, Lebensmittelbetrug, Rinderwahnsinn, BSE, Gammelfleisch - all das ist nicht mehr Sache der Zukunft, sondern ist schon geschehen. "Gesundheitlicher Schaden ist nicht zu befürchten", heißt es immer dazu. Wer glaubt es? Bienen sterben millionenfach an bestimmten Pestiziden. Das heißt nicht nur, dass das kostbare Nahrungsmittel Honig einmal teure Mangelware werden könnte, sondern dass eine ganze Nahrungskette zerstört wird, weil die Bienen nicht mehr zum Zerstäuben da sind. Wenn wir über die Worte des Indianers wirklich nachdenken, könnte uns das noch mehr dazu veranlassen, selbst mehr Verantwortung zu übernehmen für das, was uns Lebensmittelmultis und verantwortungslose Lieferanten an minderwertiger, teilweise gefährlicher Nahrung zumuten. Die Möglichkeit, bestimmte Nahrungsmittel zu boykottieren hat jeder.

Hella Naura    

 

 

  



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

MAN kann über Probleme im Leben klagen. Es gibt so viele. Dauernd erscheint ein neues. Nie sind wir frei von Problemen. Wenn man dann aber ein Problem gelöst hat, dann fragt man sich, worin es überhaupt bestanden hat! Dann fühlt man sich stark genug, um mit jedem Problem fertig zu werden.

 

   Yogis wie Madhavadasji hatten keinerlei Probleme im Kopf, wenn sie sich abends schlafen legten. Situationen tauchen auf, immer wieder neue. Für eine Weile mag eine bestimmte Kombination von verschiedenen Ereignissen uns bedrohlich erscheinen. Aber wenn man weiß und daran glaubt, dass nichts permanent ist und alles sich verändert, dann lösen sich Ängste von selbst auf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Ob steil der Pfad,

ob schwer die Pflicht,

sag niemals dir:

Das kann ich nicht.“

 

 

 

   Was wird passieren, wenn mein Bruder nicht mehr da ist, um mir zu helfen, oder wenn mein Vater, der das Geschäft aufbaute, nicht mehr da ist? Aber selbst wenn Bruder und Vater nicht mehr da sind, geht das Leben doch weiter.

 

   Die Natur will, dass der Prozess weiter geht, selbst wenn einige wichtige Bestandteile fehlen. Wir sollten es lernen, der Natur zu vertrauen und uns ihr zu überlassen, und unsere Pflichten aufrichtig erfüllen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Echtes ehren,

Schlechtem wehren,

Schweres üben,

Schönes lieben.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

MAN kann über Probleme im Leben klagen. Es gibt so viele. Dauernd erscheint ein neues. Nie sind wir frei von Problemen. Wenn man dann aber ein Problem gelöst hat, dann fragt man sich, worin es überhaupt bestanden hat! Dann fühlt man sich stark genug, um mit jedem Problem fertig zu werden.

 

   Yogis wie Madhavadasji hatten keinerlei Probleme im Kopf, wenn sie sich abends schlafen legten. Situationen tauchen auf, immer wieder neue. Für eine Weile mag eine bestimmte Kombination von verschiedenen Ereignissen uns bedrohlich erscheinen. Aber wenn man weiß und daran glaubt, dass nichts permanent ist und alles sich verändert, dann lösen sich Ängste von selbst auf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Ob steil der Pfad,

ob schwer die Pflicht,

sag niemals dir:

Das kann ich nicht.“

 

 

 

   Was wird passieren, wenn mein Bruder nicht mehr da ist, um mir zu helfen, oder wenn mein Vater, der das Geschäft aufbaute, nicht mehr da ist? Aber selbst wenn Bruder und Vater nicht mehr da sind, geht das Leben doch weiter.

 

   Die Natur will, dass der Prozess weiter geht, selbst wenn einige wichtige Bestandteile fehlen. Wir sollten es lernen, der Natur zu vertrauen und uns ihr zu überlassen, und unsere Pflichten aufrichtig erfüllen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Echtes ehren,

Schlechtem wehren,

Schweres üben,

Schönes lieben.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Ob steil der Pfad,

ob schwer die Pflicht,

sag niemals dir:

Das kann ich nicht.“

 

 

 

   Was wird passieren, wenn mein Bruder nicht mehr da ist, um mir zu helfen, oder wenn mein Vater, der das Geschäft aufbaute, nicht mehr da ist? Aber selbst wenn Bruder und Vater nicht mehr da sind, geht das Leben doch weiter.

 

   Die Natur will, dass der Prozess weiter geht, selbst wenn einige wichtige Bestandteile fehlen. Wir sollten es lernen, der Natur zu vertrauen und uns ihr zu überlassen, und unsere Pflichten aufrichtig erfüllen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Echtes ehren,

Schlechtem wehren,

Schweres üben,

Schönes lieben.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

MAN kann über Probleme im Leben klagen. Es gibt so viele. Dauernd erscheint ein neues. Nie sind wir frei von Problemen. Wenn man dann aber ein Problem gelöst hat, dann fragt man sich, worin es überhaupt bestanden hat! Dann fühlt man sich stark genug, um mit jedem Problem fertig zu werden.

 

   Yogis wie Madhavadasji hatten keinerlei Probleme im Kopf, wenn sie sich abends schlafen legten. Situationen tauchen auf, immer wieder neue. Für eine Weile mag eine bestimmte Kombination von verschiedenen Ereignissen uns bedrohlich erscheinen. Aber wenn man weiß und daran glaubt, dass nichts permanent ist und alles sich verändert, dann lösen sich Ängste von selbst auf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Ob steil der Pfad,

ob schwer die Pflicht,

sag niemals dir:

Das kann ich nicht.“

 

 

 

   Was wird passieren, wenn mein Bruder nicht mehr da ist, um mir zu helfen, oder wenn mein Vater, der das Geschäft aufbaute, nicht mehr da ist? Aber selbst wenn Bruder und Vater nicht mehr da sind, geht das Leben doch weiter.

 

   Die Natur will, dass der Prozess weiter geht, selbst wenn einige wichtige Bestandteile fehlen. Wir sollten es lernen, der Natur zu vertrauen und uns ihr zu überlassen, und unsere Pflichten aufrichtig erfüllen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Echtes ehren,

Schlechtem wehren,

Schweres üben,

Schönes lieben.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

MAN kann über Probleme im Leben klagen. Es gibt so viele. Dauernd erscheint ein neues. Nie sind wir frei von Problemen. Wenn man dann aber ein Problem gelöst hat, dann fragt man sich, worin es überhaupt bestanden hat! Dann fühlt man sich stark genug, um mit jedem Problem fertig zu werden.

 

   Yogis wie Madhavadasji hatten keinerlei Probleme im Kopf, wenn sie sich abends schlafen legten. Situationen tauchen auf, immer wieder neue. Für eine Weile mag eine bestimmte Kombination von verschiedenen Ereignissen uns bedrohlich erscheinen. Aber wenn man weiß und daran glaubt, dass nichts permanent ist und alles sich verändert, dann lösen sich Ängste von selbst auf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Ob steil der Pfad,

ob schwer die Pflicht,

sag niemals dir:

Das kann ich nicht.“

 

 

 

   Was wird passieren, wenn mein Bruder nicht mehr da ist, um mir zu helfen, oder wenn mein Vater, der das Geschäft aufbaute, nicht mehr da ist? Aber selbst wenn Bruder und Vater nicht mehr da sind, geht das Leben doch weiter.

 

   Die Natur will, dass der Prozess weiter geht, selbst wenn einige wichtige Bestandteile fehlen. Wir sollten es lernen, der Natur zu vertrauen und uns ihr zu überlassen, und unsere Pflichten aufrichtig erfüllen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Echtes ehren,

Schlechtem wehren,

Schweres üben,

Schönes lieben.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

UM die höchste Wahrheit zu verstehen, braucht man keine langen Erklärungen und zu viele Worte. Für Albert Einstein war die materielle Welt E = MC².

 
   Als aber Einstein von einem Journalisten interviewt wurde und diesem seine Theorie erklären sollte, bekam der Journalist Kopfschmerzen, bis er kurz vor einem Zusammenbruch stand. Wie der Journalist selbst schreibt, musste er das Interview überstürzt beenden.

 
   Je neugieriger wir werden und je mehr Informationen wir suchen, desto verwirrter geht es in unseren kleinen Köpfen zu. Wenn ein Märchenerzähler mit den Worten beginnt: „Es war einmal ein König“, und wir wissen wollen, wie der König hieß und wo er wohnte, dann kann der Erzähler seine Geschichte nicht erzählen.

 
   Je wortreicher wir werden, desto mehr Probleme schaffen wir uns – mehr Zweifel, mehr Fragen. Aber leider gefällt es uns  sehr, zu reden, zu argumentieren und zu zeigen, dass wir wissen usw. Wahres Verständnis und echtes Wissen entstehen aber nicht auf diese Weise.

 
   In den alten indischen Upanischaden lesen wir von einem Jüngling, der etwas über die höchste Realität, Brahman, erfahren wollte. Der Lehrer empfahl ihm, zwei Tage lang zu fasten und dann wieder zu kommen. Als der Jüngling das tat, sagte ihm der Lehrer, er solle noch einen Tag lang fasten. Und so ging das eine Weile weiter. 
 

   Schließlich war der Junge zu schwach, um wieder zu dem Lehrer zu gehen und ihn nach dem Brahman zu befragen. Statt dessen ging nun der Lehrer zu dem Jungen. Der lag matt und mager auf dem Bett. Der Lehrer fragte: „Junge, was ist Brahman?“

 
   Der Junge antwortete: „Herr, ich kann nicht darüber nachdenken. Ich habe Hunger und kann an nichts anderes denken als an Essen.“ Darauf sagte der Lehrer: „Mein Sohn, Essen ist Brahman, die höchste Realität. Erachte niemals etwas als zu gering.“

 

                                                                                                                                                                                                         ( Jayadeva Yogendra)

LEITARTIKEL:

Technik ist eine Sache. Drang, Gefühl, Motivation eine andere. Das heißt, um eine Technik auszuüben, muss man sie von jemandem lernen und dann solange üben, bis man sie mehr oder weniger meistert. Gebraucht wird also je nachdem viel oder wenig Energie, Geschicklichkeit und so viel Interesse, dass man die Mühe des Übens auf sich nimmt.

    Energie, Geschicklichkeit und Interesse haben aber nichts oder wenig mit Gefühlen, ethischen Werten und Lebenseinstellungen zu tun. Was ein Gauner an Energie, Geschicklichkeit und Interesse besitzen muss, um eine Fassade hochzuklettern, ein Safe zu knacken und unbemerkt zu bleiben, kann mehr sein als ein Yoga-Praktizierender aufbringt. Die Motivation der beiden, also der Grund, weshalb sie tun, was sie tun, unterscheidet sich jedoch gewaltig. Ebenso ihre ethischen Werte.

    Das reicht schon, um zu zeigen, dass Yoga mehr als Technik sein muss, um echter Yoga zu sein. Schlangenmenschen und andere Zirkuskünstler können Asana-Praktizierende bei weitem an Kraft und Geschicklichkeit übertreffen. Trotzdem sind sie allein damit nicht auf dem Weg des Yoga.

    Yoga besteht also auch aus Techniken. Von diesen Techniken heißt es, dass sie Bedingungen erzeugen können, jedoch nicht zwangsläufig tun, die über bloße Technik hinausgehen und dazu beitragen können, dass sich Gefühle, Werte und Einstellungen des „Yoga-Technikers“ ändern. Und darauf kommt es letztlich an. Wer bereit ist, sich zu ändern – auch wenn noch nicht ganz klar ist, wie genau – erkennt also leicht an, dass Techniken nicht alles im Yoga sein können, sondern dass es, wie gesagt, auch auf Gefühle, Wünsche, Werte und Lebenseinstellungen ankommt.

    In Hamburg war im Mai mehr über die Techniken zweier Personen zu erfahren, die quantitativ gesehen sehr erfolgreich sind bzw. waren. „Nothing succeeds like success“, lautet ein englisches Sprichwort. „Nichts ist so erfolgreich wie Erfolg.“ ERFOLG ist eines der großen Reizwörter unserer Zeit. Wer Erfolg hat, hat Anziehungskraft. Wer Erfolg hat, dem wird geglaubt und gefolgt.

    Auch der deutsche Jungregisseur David Sieveking folgte diesem Sog und zahlte 2380 Euro in bar plus Blumen, Früchten und einem weißen Taschentuch, um die Technik der TM, sprich transzendentale Meditation des vor Jahren verstorbenen indischen  Maharishi Mahesh Yogi zu erlernen.  Was unter anderem dabei heraus kam ist ein humorvoller, selbst-ironischer, neutral informativer und sehr empfehlenswerter Film, „David Wants to Fly“.  Denn die TM-Bewegung mit weltweit fast 6 Mio. Anhängern bietet sehr Zahlungskräftigen auch die Technik des „yogischen Fliegens“ an. (www.davidwantstofly.de)

    Auch der Inder Sri Sri Ravi Shankar (nicht zu verwechseln mit dem ehemals berühmten Sitarspieler) ist sehr gefragt mit täglichen Auftritten im indischen Fernsehen, zig-Hunderttausend Anhängern und Einladungen zu so prestigeträchtigen Veranstaltungen wie dem Weltfriedensgipfel in New York, dem Weltwirtschaftsforum in Davos und sogar einem evangelischen Kirchentag in Frankfurt. Auch der Yoga, den Ravi Shankar  anbietet, lässt, wie sogleich von einem seiner vorgeschickten Lehrern erklärt wurde, Lebensstil und Werte außer Acht. „Yoga“ begrenzt sich hier auf eine isolierte und überdies eingetragene Atemtechnik und dann nichts mehr als huldigendem Zuhören und Lesen seiner Bücher.          

   Nicht alles also, was an Yoga aus Indien kommt, ist ganzheitlich oder spirituell. Und nicht alles, was glänzt, ist lauteres Gold.

 

 

Hella Naura

UDDIYANA BANDHA

Shri Yogendraji

 

UDDIYANA BANDHA wird im Sitzen geübt. Nehmen Sie den Schneidersitz, den halben oder den vollen Lotossitz ein und legen Sie die Hände auf die Kniee.

   Dann die Arme anspannen und fest auf die Kniee drücken. Tief einatmen und vollständig ausatmen. Jetzt die Bauchmuskeln völlig entspannen und den Bauch tief einziehen, so als wollten Sie ihn unter die Rippen und gegen die Wirbelsäule pressen. Ziehen Sie die Rückenmuskeln zusammen, beugen Sie sich etwas vor und pressen Sie die Hände auf die Kniee. Während dieses ganzen Vorgangs nicht atmen.

   Bevor Sie dann wieder einatmen, lösen Sie erst alle Spannung im Rücken und in den Händen und Armen, richten die Wirbelsäule auf und lassen den Bauch zu seiner natürlichen Form zurück kehren. Das wird alles gleichzeitig durchgeführt. Erst dann – und nicht vorher – atmen Sie wieder langsam und stetig ein und aus. Auf folgendes ist zu achten:

   Führen Sie Uddiyana nie mit einer Einatmung oder angehaltenem Atem aus.

   Bleiben Sie völlig bewegungslos, während Sie mit eingezogenem Bauch da sitzen. Die Bewegungen vorher müssen miteinander koordiniert sein und den Vorgang mehr oder weniger natürlich erscheinen lassen.

   Nur auf leeren Magen ausführen, außer wenn es anders empfohlen wird, wie z.B. in Kunjala oder anderen Yoga-Prozessen.

Nicht ausführen bei Beschwerden der Atmung, des Herzens oder des Bauchraums, seien sie organischen oder funktionellen Ursprungs.

   Hathayogins schätzen diese Übung sehr. Sie ist unzweifelhaft das beste Mittel, um physische und mentale Kraft zu entwickeln. Am Anfang sollte nur für einige Sekunden geübt werden. Später kann man auf zehn bis zwanzig Mal steigern, wobei jeder Vorgang 20 bis 30 Sekunden dauert.

   Uddiyana verdankt seinen Namen der Tatsache, dass das Zwerchfell praktisch von seiner normalen Lage hochfliegt. Eine andere Interpretation des Namens besagt, dass die Übung die schlafende Energie eines Wesens weckt und ihr auf ihrem Flug nach oben behilflich ist.

 

Uddiyana wird von den Yogis so genannt, weil durch die Übung Prana (Vayu) in die Susumna fliegt (fließt).

 

Uddiyana wird so genannt, weil der große Vogel Prana daran gebunden fliegt, ohne zu ermüden. Es wird jetzt erklärt.

 

Der Bauch über dem Nabel wird gegen die Wirbelsäule zurück gepresst. Uddiyana Bandha ist wie ein Löwe für den Elefanten des Todes.

 

Uddiyana ist immer sehr leicht, wenn man von einem Guru lernt. Wenn der Praktizierende alt ist, wird er wieder jung.

 

Die Teile über und unter dem Nabel sollten zurück gegen die Wirbelsäule gezogen werden. Übt man dieses sechs Monate lang, so kann man unzweifelhaft den Tod besiegen.

Hathayogapradipika III, 54 - 58

 

YOGA-"THERAPIE" BEDEUTET YOGA-ERZIEHUNG

Hansaji Yogendra

 
DER Ursprung vieler Krankheiten geht in Wirklichkeit darauf zurück, dass man sein inneres Gleichgewicht verloren hat. Wenn wir unklar in Hinblick auf unsere Lebensperspektive werden, werden wir leicht zum Opfer von zu vielen bzw. negativen Emotionen. Dann setzen falsche Gewohnheiten ein und diese wiederum machen krank. Wir essen oder trinken zu viel oder zu wenig und wir erschöpfen uns oder schlafen zu viel, kurzum wir übertreten die Gesetze der Natur und werden schließlich krank.

     Genau genommen, stellt die Wissenschaft des Yoga keine Therapie dar, sondern vielmehr eine Erziehung zu einem gesunden Leben, nicht nur in körperlicher, sondern auch in geistiger und spiritueller Hinsicht. Yoga bietet also keine spezifischen Lösungen für spezifische Probleme an. Es ist auch nicht bewiesen, wie es in der Hathayogapradipika heißt, dass Kopfstand dazu führt, dass man keine grauen Haare bekommt. Wenn  man Krankheitsprozesse zu einem Stillstand bekommen möchte, dann muss man lernen, gesund zu leben.

    Essgewohnheiten und andere Gewohnheiten sind wichtig. Ebenso wichtig ist es, dass der Körper bewegt wird und man richtig atmet. Zur Yoga-Therapie gehören ferner, was man tut, um sich zu erholen, und welche Einstellung man zu seiner Arbeit hat.

    Ein Yogi wurde einmal nach seinem Guru befragt und antwortete: „Mein Guru waren meine ständigen Erkältungen.“ Wenn man Probleme hat und sich Yoga zuwendet und es ernst meint, dann kann Yoga die ganze Persönlichkeiten transformieren und einen obendrein noch zu so etwas wie einem Yogi machen.

    Man sollte jeden Tag Zeit finden, um sich selbst zu beruhigen, einige Körperübungen zu machen und sich zu entspannen. Wenn man eine Stunde erübrigen kann, dann macht man Asanas, Pranayamas und psychosomatische Übungen. Wenn das nicht möglich ist, dann findet man mehrmals täglich 10 bis 15 Minuten, um auf Art des Yoga zu entspannen, bewusst zu atmen, den Bauch einzuziehen oder die Wirbelsäule zu beüben.

 

 

Fragt ein eingefleischter Junggeselle seinen Freund: „Warum heiraten Leute bloß?“ „Weil sie nicht an allem, was schief läuft, den Politikern die Schuld geben können.“

 

Erzählt ein Freund einem anderen: „Wir haben in unserer Ehe klare Absprachen. Ich tue, was meine Frau gerne möchte, und meine Frau tut, was sie gerne möchte.“

 

 

 

KINDER IN YOGA EINFÜHREN

Sita Devi Yogendra
 

DIE Psychologie des Kindes zeigt, dass auch die winzigsten Eindrücke in das Bewusstsein Teil eines dauerhaften Hintergrundes werden, der das zukünftige Leben der Kinder mit beeinflussen wird. Es sind also sehr viel Sorgfalt und Vorsicht nötig, welche Art von Training man ausarbeitet, das das Kind so in sein Leben integrieren soll, dass es in seinem geistigen und körperlichen Wachstum zur zweiten Natur wird.

    Dogmatismus und Verwirrung müssen streng vermieden werden Bloßer Gehorsam oder blinde Gefolgschaft ohne die mit dem Training verbundenen Prinzipien zu verstehen – soweit der junge Geist diese begreifen kann – können dazu führen, dass das Kind in der Zukunft ein Opfer unbewusster Sklaverei wird. Denn Bemühungen, selbst zu denken und zu unterscheiden werden von vorn herein behindert.

    Es wäre auch nicht weise, ein mentales Training zu beginnen, bevor das Kind schon ein gewisses Maß an körperlicher Disziplin entwickelt hat, das ihm zu mehr Durchhaltevermögen, Selbstvertrauen und Fähigkeit zum konstruktiven Denken verhelfen kann.

    Gewalt, Zwang oder Drohungen müssen streng vermieden werden, um nicht Feindseligkeit oder Übersensitivität zu wecken. Bei Kindern spielt die Vorstellungskraft eine sehr große Rolle. Deshalb haben Hinweise darauf, was das Kind an Gutem erreichen kann und wie gut ihm das tun wird eine gute Wirkung. Man sollte das öfter aussprechen.

   Der traditionelle Yoga hat keinen besonderen Kurs für das körperliche oder mentale Training von Kindern formuliert. Yoga gilt für Jung ebenso wie für Alt. Wachsende Kenntnisse über die Psychologie des Kindes in unserer Zeit erfordern jedoch, dass ein Kurs für Kinder in Harmonie mit den modernen kindlichen Bedürfnissen gebracht werden muss.

    Ich bin der Ansicht, dass schon Kinder ab vier Jahren in Yoga eingeführt werden können, wobei mit der einfachen körperlichen Disziplin begonnen wird. Ein gesundes Kind ist sehr aktiv, und der erste Schritt des Trainings besteht darin, es körperliche Ruhe spüren zu lassen. Es sollte gute Körperhaltungen und indirekt durch diese gute innere Haltungen entwickeln. Die Meditationshaltung Virasana, d.h. die Heldenpose hilft, Selbstvertrauen zu entwickeln.

 

 E N D E    D E R    L E S E P R O B E N

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WIR sprechen alle über Yoga – aber wir sind uns nicht sicher, was Yoga bedeutet. Manche halten ihn für körperliche Verdrehungen, manche für mentale Gymnastik, manche für Zauber und Wunder. Sehr wenige denken daran, dass Yoga fünftausend Jahre oder noch älter ist und mit Disziplin, bereicherten subjektiven Erfahrungen und besserer  Lebensqualität zu tun hatte.

 

   Natürlich führen wir alle ein Leben, aber dabei geraten wir auch in Schwierigkeiten, Frustrationen, Schmerz und was noch. Gelegentlich werden wir chronischer Gesundheitsprobleme, mentaler Angstzustände, schlechter menschlicher Beziehungen oder unserer bedeutungslosen Lebensführung müde.

 

   Krankheit, Verwirrung oder mangelnde Achtung in den Augen anderer verschlechtern unsere Lebensqualität. An diesem Punkt kann uns Yoga als Erziehung zu einem klaren Ziel verhelfen. Durch praktische Verfahren, die auf Erfahrung beruhen, hilft uns Yoga, unsere Ziele zu klären, und zwar nicht nur die kurzfristigen, sondern auch langfristige Lebensziele. Verfahren wie z.B. Meditationshaltungen führen zu mehr Verinnerlichung, Ruhe und Einsicht. Wenn der Geist sehr stetig wird, versteht man sich selbst in seiner Beziehung zur Welt besser.

 

   Unterstützt wird dieser Vorgang durch bessere Konzentration und mehr

 

 

Erkenntnis. Durch die einfachen praktischen Yoga-Gewohnheiten lassen sich die durch Yoga geschehenden Veränderungen zum Guten integrieren. Dazu gehören Ernährung, Schlafenszeit, richtige Arten von Erholung oder Hobby. Dies alles stärkt einen förderlichen Lebensstil. Es geht um eine fortlaufende Erfahrung. Wir finden schließlich zu neuen Werten, Einstellungen und einem neuen Lebensstil und erweitern unseren Horizont entsprechend.

 

   Yoga bedeutet mehr als eine Übung oder eine Körperhaltung. Er bedeutet eine neue Dimension im Leben –  er bedeutet, einen höheren Bewusstseinszustand zu erreichen.

 

 

Dr. Jayadeva Yogendra

 

 

   


 

 

 

 


 

 

 

 

 

 


 


 
 
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